Schulische Bewertung von ausländischen Zeugnissen und Abschlüssen

Unter ausländischen Bildungsnachweisen sind Zeugnisse bzw. Abschlüsse zu verstehen, die im Ausland erworben wurden.

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Absolventin mit ihren Zeugnisunterlagen

Antrag auf Gleichstellung

Wenn Sie Ihren Hauptwohnsitz in Hessen haben, können Sie eine Gleichstellung Ihres ausländischen Bildungsnachweises mit einem deutschen Schulabschluss beantragen. Eine erste Orientierung darüber, welche Stelle Ihren ausländischen Bildungsnachweis prüft oder wo Sie weitere Informationen erhalten, können Sie dem Leitfaden entnehmen.

Einzureichende Unterlagen

Einem Antrag auf Anerkennung ausländischer Bildungsnachweise für Schulabschlüsse sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • eine öffentlich beglaubigte Fotokopie des zu bewertenden ausländischen Originalzeugnisses einschließlich der Fächer- und Notenübersicht,
     
  • eine öffentlich beglaubigte Fotokopie der Übersetzung des ausländischen Originalzeugnisse (für englischsprachige Zeugnisse wird in der Regel keine Übersetzung benötigt, in Einzelfällen kann jedoch eine solche nachgefordert werden),
     
  • ein Nachweis über den Hauptwohnsitz in Hessen (entweder eine öffentlich beglaubigte Fotokopie der zweiten Seite der Meldebescheinigung, ein Auszug aus dem Melderegister oder eine öffentlich beglaubigte Fotokopie der Vorder- und Rückseite des deutschen amtlichen Personalausweises),
     
  • ein tabellarischer Lebenslauf mit genauen zeitlichen und inhaltlichen Angaben über den schulischen und beruflichen Werdegang einschließlich eventueller Studienzeiten oder Hochschulaufnahmeprüfung (siehe Vordruck),
     
  • eine Erklärung, dass über die Bewertung des Bildungsnachweises bisher weder in Hessen noch in einem anderen Bundesland eine Entscheidung ergangen ist und eine Einverständniserklärung zur Datenverwendung (siehe Vordruck),
     
  • sofern zutreffend ein öffentlich beglaubigter Nachweis über die Namensänderung (wie etwa die Heiratsurkunde - Nachweis in deutscher Sprache - oder die Ablichtung der Vorder- und Rückseite des deutschen amtlichen Personalausweises),
     
  • und - sofern vorhanden - eine öffentlich beglaubigte Fotokopie des Ausweises für Vertriebene und Flüchtlinge (dies gilt nicht für Kontingentflüchtlinge) bzw. Spätaussiedlerbescheinigung (die Vorlage des Registrierscheines genügt nicht).

Im Einzelfall kann die Vorlage weiterer Unterlagen erforderlich sein.
Öffentliche Beglaubigungen können durch das Ortsgericht der Wohnsitzgemeinde oder durch einen in Deutschland ansässigen Notar oder eine Notarin erfolgen.
Übersetzungen werden nur anerkannt, wenn

  • sie von einem Übersetzer oder einer Übersetzerin erstellt wurden, der/die in Deutschland für die im Zeugnis verwendete Sprache für Gerichte und Notare ermächtigt ist,
     
  • sie auf der Grundlage des ausländischen Originalzeugnisses oder einer öffentlich beglaubigten Fotokopie erstellt wurden.
     

Kosten

Das Bewertungs- bzw. Prüfungsverfahren ist in jedem Falle kostenpflichtig (schulische Abschlüsse 125,00 Euro, berufliche Bewertungen bis 250,00 Euro zuzüglich eventuell anfallender Auslagen).

 Die eventuelle Gleichstellung mit einer (fachgebundenen) Hochschulreife erfolgt ausschließlich für berufliche Zwecke (nicht zur Aufnahme eines Studiums). Sollten Sie in Deutschland ein Studium aufnehmen wollen, wenden Sie sich bitte

  • für ein Studium an Universitäten an das akademische Auslandsamt der jeweiligen Universität,
  • für ein Studium an Fachhochschulen an die jeweilige Fachhochschule.
     

Beratung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralstelle stehen Ihnen auch für ein persönliches Beratungsgespräch nach Terminvereinbarung oder innerhalb folgender Sprechzeiten zur Verfügung:

Downloads: 

Anerkennung bzw. Gleichstellung eines im Ausland erworbenen Bildungsnachweises mit einem deutschen schulischen Abschluss
Anerkennung bzw. Gleichstellung eines im Ausland erworbenen Bildungsnachweises mit einem deutschen schulischen Abschluss

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