Berufliche Bewertung von im Ausland erworbenen Ausbildungen

Unter ausländischen Bildungsnachweisen sind Zeugnisse und Abschlüsse zu verstehen, die im Ausland erworben wurden. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen einer in Deutschland absolvierten beruflichen Ausbildung gleichgestellt werden.

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Holztechniker und Holztechnikerin, die ihre Ausbildung absolvieren

Welche Stelle Ihren ausländischen Bildungsnachweis prüft und wo Sie weitere Informationen erhalten, können Sie dem Leitfaden entnehmen.

An die Zentralstelle für die Anerkennung ausländischer und inländischer Bildungsnachweise in Darmstadt wenden Sie sich, wenn Sie bestimmte ausländische Berufsfachschulabschlüsse mit einer hiesigen landesrechtlich geregelten schulischen Berufsausbildung gleichgestellt haben möchten. Dies trifft beispielsweise auf die Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher oder zur Heilerziehungspflegerin bzw. zum -pfleger zu. Verwenden Sie in diesen Fällen den betreffenden Antrag.

Andere Zuständigkeiten entnehmen Sie bitte dem Leitfaden. Prüfen Sie bitte vor der Antragstellung anhand des Leitfadens auch, ob für die Prüfung Ihres ausländischen Berufsabschlusses eine andere Stelle zuständig ist, zum Beispiel die IHK Fosa (Foreign Skills Approval).

Bitte beachten Sie, dass die Verfahren kostenpflichtig sind.

Erforderliche Unterlagen

Fügen Sie dem Antrag auf Anerkennung folgende Unterlagen bei:

  • eine öffentlich beglaubigte Fotokopie des zu bewertenden ausländischen Abschlusszeugnisses einschließlich der Fächer- und Notenübersichten zu allen Ausbildungsjahren,
     
  • eine öffentlich beglaubigte Fotokopie der vollständigen ausländischen Stundentafeln zu allen Ausbildungsjahren, unterteilt nach theoretischem und praktischem Teil, sowie Stundenpläne, Lehrpläne, Curricula oder Prüfungsordnungen,
     
  • sofern zutreffend, eine öffentlich beglaubigte Fotokopie der unter 7. aufgeführten sonstigen Befähigungsnachweise,
     
  • sofern zutreffend, eine öffentlich beglaubigte Fotokopie der unter 8. aufgeführten Nachweise der relevanten Berufserfahrung,
     
  • eine öffentlich beglaubigte Fotokopie des Identitätsnachweises (Personalausweis oder Reisepass),
     
  • sofern zutreffend, ein öffentlich beglaubigter Nachweis über die Namensänderung (etwa eine Heiratsurkunde, Ablichtung der Vorder- und Rückseite des deutschen amtlichen Personalausweises),
     
  • eine öffentlich beglaubigte Fotokopie der Übersetzung aller fremdsprachigen Unterlagen,
     
  • eine öffentlich beglaubigter Nachweis, dass Sie in Hessen eine Erwerbstätigkeit ausüben wollen (zum Beispiel der Antrag auf ein Einreisevisum zur Erwerbstätigkeit, die Kontaktaufnahme mit potenziellen Arbeitgebern, ein Geschäftskonzept bei selbstständiger Tätigkeit; diese Nachweispflicht entfällt für Staatsangehörige der EU, EWR und der Schweiz sowie für Personen mit einem Wohnsitz in der EU, EWR und der Schweiz),
     
  • sofern vorhanden, eine öffentlich beglaubigte Fotokopie des Ausweises für Vertriebene und Flüchtlinge (dies gilt nicht für Kontingentflüchtlinge) bzw. Spätaussiedlerbescheinigung (die Vorlage des Registrierscheines genügt nicht).

Öffentliche Beglaubigungen können durch das Ortsgericht der Wohnsitzgemeinde oder durch einen in Deutschland ansässigen Notar oder eine Notarin erfolgen.
 
Übersetzungen werden nur anerkannt, wenn

  • sie von einem Übersetzer oder einer Übersetzerin erstellt wurden, der/die in Deutschland für die im Zeugnis verwendete Sprache für Gerichte und Notare ermächtigt ist,
     
  • sie auf der Grundlage des ausländischen Originalzeugnisses oder einer öffentlich beglaubigten Fotokopie erstellt wurden.

Den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag schicken Sie zusammen mit den erforderlichen Unterlagen an die Anschrift der Zentralstelle am Staatlichen Schulamt Darmstadt.

Beratung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teams stehen Ihnen auch für ein persönliches Beratungsgespräch nach Terminvereinbarung oder innerhalb folgender Sprechzeiten zur Verfügung.

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