Eine andere Schule als die zuständige besuchen

Aus wichtigen Gründen kann das Staatliche Schulamt im Benehmen mit dem Schulträger oder das Hessische Kultusministerium im Benehmen mit der zuständigen Behörde des für die Berufsschule zuständigen Landes den Besuch einer anderen als der örtlich zuständigen Schule gestatten.

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Lehrer vor Tafel und sich meldende Schulkinder

Gründe für eine Gestattung

Eine Gestattung ist sowohl bei Grundschülerinnen und -schülern erforderlich, die eine andere als die für sie zuständige Grundschule besuchen sollen, als auch bei Berufsschülerinnen und -schülern, die eine andere als die für sie zuständige Berufsschule besuchen wollen.

Der Besuch einer anderen Schule als der örtlich zuständigen kann insbesondere aus folgenden wichtigen Gründen gestattet werden:

  • Die zuständige Schule ist aufgrund der Verkehrsverhältnisse nur unter besonderen Schwierigkeiten zu erreichen.
  • Der Besuch einer anderen Schule würde der oder dem Schulpflichtigen die Wahrnehmung des Berufsausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses erheblich erleichtern.
  • Es sprechen gewichtige pädagogische Gründe hierfür.
  • Es liegen besondere soziale Umstände vor.

Gestattungen für Grundschülerinnen und -schüler

Schülerinnen und Schüler haben die Schulpflicht durch den Besuch der Grundschule zu erfüllen, in deren Schulbezirk sie wohnen. Die Schulbezirke bilden die Schulträger durch Satzung. Wird der Besuch einer anderen als der nach der gültigen Schulbezirkssatzung zuständigen Grundschule gewünscht, bedarf es einer Gestattung.

Der Antrag auf Gestattung ist über die örtlich zuständige Schule an das zuständige Staatliche Schulamt zu richten. Dieses klärt die Aufnahmekapazität der anderen Schule, prüft das Vorliegen eines wichtigen Grundes und stellt das Benehmen mit dem Schulträger her.

Gestattungen für Berufsschülerinnen und -schüler

Die Berufsschulpflicht ist durch den Besuch der Berufsschule, in deren Schulbezirk der Beschäftigungsort liegt, zu erfüllen. Für Schülerinnen und Schüler, die die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung in Vollzeitform besuchen, ist der Wohnort entscheidend. Gleiches gilt auch für Schülerinnen und Schüler, die ein Berufsgrundbildungsjahr in kooperativer Form (BGJ) besuchen.

Für Schülerinnen und Schüler, die die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung in Teilzeitform besuchen, gilt: Bei Berufsschulberechtigten ohne Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis ist der Wohnort entscheidend, bei einer Teilnahme an berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsverwaltung der Maßnahmeort, und bei berufsschulpflichtigen behinderten Menschen im Berufsbildungsbereich ist der Ort der Werkstätte für die Zuordnung zu einer zuständigen Berufsschule ausschlaggebend.

Gestattungen innerhalb Hessens

Über die Gestattung des Besuchs einer Berufsschule innerhalb Hessens durch Auszubildende, die in Hessen berufsschulpflichtig sind, entscheidet das zuständige Staatliche Schulamt.

Hierzu ist von dem oder der Auszubildenden ein Gestattungsantrag beim zuständigen Staatlichen Schulamt zu stellen. Die entsprechenden Unterlagen finden Sie auf den Standortseiten der Staatlichen Schulämter (siehe die nebenstehende Box).

Gestattungen außerhalb Hessens

Über die Gestattung des Besuchs einer Berufsschule außerhalb Hessens durch Auszubildende, die in Hessen berufsschulpflichtig sind, entscheidet das Hessische Kultusministerium im Benehmen mit der zuständigen Behörde des für die Berufsschule zuständigen Landes.

Hierzu ist von dem oder der Auszubildenden ein Gestattungsantrag beim Hessischen Kultusministerium zu stellen. Der entsprechende Antrag ist nachfolgend beigefügt. Die übrigen Formulare sind für die interne Bearbeitung der Gestattungsanträge durch Schulen, Schulträger und Staatliche Schulämter vorgesehen und nur von diesen zu verwenden.

Bei Fragen

Bei Fragen zur Gestattung können Sie sich an das zuständige Staatliche Schulamt wenden. Dort erhalten Sie weiterführende Informationen.

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