Schulbezogene Stellenausschreibungen

Mithilfe schulbezogener Stellenausschreibungen suchen Schulen Lehrkräfte mit spezifischen Anforderungsprofilen. Entsprechende Ausschreibungen werden im Internet über die Stellendatenbank des hessischen Kultusressorts veröffentlicht.

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Studentin, die zuhause entspannt mit ihrem Notebook auf dem Boden liegt und gerade etwas Interessantes liest

Grundlagen des Verfahrens

Unbefristete Einstellungen in den hessischen Schuldienst können nach den Maßgaben des Erlasses „Einstellungsverfahren in den hessischen Schuldienst“ über das Ranglistenverfahren und über schulbezogene Stellenausschreibungen erfolgen. Über die Wahl des Verfahrens für eine Stelle entscheidet jeweils die Schulleiterin oder der Schulleiter.

Im Gegensatz zum Ranglistenverfahren, in dem die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber allein nach Lehramt, Fächern bzw. Fachrichtungen, Bonus- und Maluspunkten sowie sozialen Kriterien erfolgt, fließen bei schulbezogenen Stellenausschreibungen weitere im Ausschreibungstext genannte Kriterien, insbesondere spezifisch gesuchte Zusatzqualifikationen, in die Auswahlentscheidung mit ein.

Im Durchschnitt betrachtet wird ein deutlich größerer Teil der Planstellen über das Ranglistenverfahren vergeben als über schulbezogene Ausschreibungen, daher wird im Hinblick auf die persönlichen Einstellungschancen unbedingt empfohlen, sich nicht ausschließlich auf Stellenausschreibungen zu konzentrieren.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt, die Vorschriften des SGB IX werden dabei berücksichtigt.

Teilzeitbeschäftigung ist unter Berücksichtigung dienstlicher Belange grundsätzlich möglich.

Bewerbung

Schulbezogene Stellenausschreibungen werden ganzjährig, schwerpunktmäßig im späten Frühjahr und im Spätherbst, über die Stellendatenbank des hessischen Kultusressorts veröffentlicht (siehe Service-Box rechts).

Die Bewerbungsfristen laufen grundsätzlich drei Wochen, in Ausnahmefällen mindestens eine Woche. Der konkrete Bewerbungsschluss der jeweiligen Stellenausschreibung ist im Ausschreibungstext vermerkt.

Die Bewerbung von Menschen mit Migrationshintergrund wird ausdrücklich begrüßt.

Bewerbungsunterlagen

Bewerbungen sind mit den nachfolgend aufgeführten Unterlagen in zweifacher Ausfertigung an das in der Ausschreibung genannte Staatliche Schulamt zu richten:

  • Angabe der Ausschreibungsnummer, des Schulamts und der Schule,
  • ein Lebenslauf einschließlich eines Lichtbilds,
  • unbeglaubigte Kopien der Zeugnisse über die Lehramtsprüfungen bzw. der anderen geforderten Qualifikationen (siehe Hinweis 1),
  • gegebenenfalls Bescheide über die Gleichstellung oder Anerkennung außerhessischer Qualifikationen (siehe Hinweis 2),
  • detaillierte Nachweise über bisherige berufliche Tätigkeiten,
  • Nachweise über weitere Berufsausbildungen oder Zusatzprüfungen,
  • ergänzende Nachweise (insbesondere über die in der Ausschreibung gestellten Anforderungen) und
  • gegebenenfalls eine Freigabeerklärung des bisherigen Dienstherrn (siehe Hinweis 3).

Bewerben soll sich nur, wer die in den Ausschreibungen geforderten Voraussetzungen nachweisen kann. Bei Unvollständigkeit der Unterlagen kann die Bewerbung nicht berücksichtigt werden.

Hinweis 1:
Bei Annahme eines Einstellungsangebots sind beglaubigte Kopien der Zeugnisse über die Lehramtsprüfungen nachzureichen.

Hinweis 2:
Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Zweite Staatsprüfung oder einen vergleichbaren Abschluss in einem anderen Bundesland abgelegt haben, müssen bei der Zentralstelle Personalmanagement Lehrkräfte (ZPM) eine Lehramtsanerkennung beantragen. Dies sollte spätestens zum Zeitpunkt der Abgabe der Bewerbung geschehen. Der formlose Antrag ist mit je einer beglaubigten Kopie der beiden Staatsprüfungszeugnisse zu richten an:
 
Staatliches Schulamt Darmstadt
- ZPM -
Rheinstr. 95
64295 Darmstadt
 
Der Anerkennungsbescheid kann als Ergänzung zur Bewerbung nachgereicht werden. Auf die erfolgte Antragstellung ist in der Bewerbung hinzuweisen.

Ausnahme: Fachlehrerinnen und Fachlehrer, die ihre Prüfung nicht in Hessen abgelegt haben, beantragen die Anerkennung ihrer Lehrbefähigung bitte bei der Hessischen Lehrkräfteakademie:

 
Hessische Lehrkräfteakademie
Abteilung I
Stuttgarter Str. 18-24
60329 Frankfurt am Main

Hinweis 3:
Lehrkräfte, die bereits als Beamtinnen oder Beamte im Dienst eines anderen Bundeslandes stehen, müssen der Bewerbung um Einstellung in Hessen eine schriftliche Freigabeerklärung ihres Dienstherrn beifügen. Diese kann bei der persönlichen personalaktenführenden Behörde beantragt werden und muss sinngemäß aussagen, dass die Teilnahme an diesen Verfahren gestattet wird. Bei tarifbeschäftigten Lehrkräften ist eine Freigabeerklärung nicht erforderlich. Um längerdauernde ordentliche Kündigungsfristen abzukürzen, kann sie dennoch hilfreich sein.

Ablauf eines schulbezogenen Ausschreibungsverfahrens

Die Durchführung eines Auswahlverfahrens obliegt der Schulleiterin oder dem Schulleiter in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Staatlichen Schulamt. Die jeweils betroffenen Gremien (Personalräte, Schwerbehindertenvertretungen, Frauenbeauftragte) werden beteiligt.

Die Auswahlentscheidung erfolgt nach Aktenlage oder nach einem Überprüfungsverfahren. Detaillierte Angaben zum Ablauf eines Ausschreibungsverfahrens können dem Einstellungserlass in der jeweils gültigen Fassung entnommen werden.

Bei Fragen

Wenn Sie Rückfragen zu schulbezogenen Ausschreibungen haben, können Sie sich an das ausschreibende Staatliche Schulamt oder die Schule wenden, bei der die Stelle zu besetzen ist. Kontaktdaten finden Sie bei der jeweiligen Ausschreibung.

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